18.06.2011 Teilnahme am 5. Hoisdorfer Sommercup
An diesem Samstag folgten wir zum dritten Mal in Folge der Einladung unserer Freunde aus Hoisdorf.
Bernd und seine Jungs haben wieder weder Kosten noch Mühen gescheut, um erneut ein sehr schönes Turnier auf die Beine zu stellen.
Einziger Wermutstropfen für mich, die Jungs, aber auch alle Eltern war der Umstand, dass Freddi heute zum letzten Mal für uns auflaufen würde. Als ich ihn dann genau darauf hin ansprach, merkte man wie wenig ihm selbst diese Tatsache gefällt.
Im ersten Spiel der Gruppenphase trafen wir auf die 3. E des SC Concordia. Bei dieser Mannschaft handelte um Jungs des Jahrgangs 2000. Das konnte man auch auf den ersten Blick erkennen. Nach verhaltener Anfangsphase, in der wir zuviel Respekt zeigten kamen wir dann aber immer besser ins Spiel und konnten uns mehrere gute Chancen erarbeiten. Darüber hinaus bekamen wir einen aus meiner Sicht überfälligen Neunmeter nicht zu gesprochen. So endete das Spiel, genau wie unser zweites Spiel gegen die SG Wentorf-Sandesneben mit 0:0.
In den nächsten drei Partien entdeckten wir die Italiener in uns. Alle drei Partien konnten wir mit jeweils 1:0 für uns entscheiden
So konnten wir als Gruppenerster in das Halbfinale einziehen, in dem wir auf Bernd und seine Jungs trafen. Hier sahen wir zwar kein hochklassiges, aber ein zumindest spannendes Spiel.
Wir konnten zwar mehr Ballbesitz für uns verbuchen und haben auch mehr Torschüsse abgegeben, hätten uns aber nicht beklagen können, wenn die Hoisdorfer einen ihrer gut vorgetragenen Konter zur Führung verwertet hätten.
So musste das Neunmeterpiecken über den Einzug in das Finale entscheiden.
Hier hatten wir das Glück auf unserer Seite und konnten uns nach dem 10 !!! Schützen über den Finaleinzug freuen. Gleichzeitig litten wir aber auch ein bisschen mit den Hoisdorfern.
Wie es dann oft so ist, trafen wir im Finale wieder auf die 2000er des SC Concordia. Diesmal machten wir es aber besser als in der ersten Partie und hielten von Anfang an dagegen. Wir konnten dann die zwar glückliche aber ob unserer Überlegenheit absolut verdiente Führung erzielen.
Unmittelbar vor Schluss dann eine Szene, die ein Drehbuchautor nicht hätte besser schreiben können: Den einzigen wirklich ernst zu nehmenden Torschuss der Concorden entschärfte Freddi in seiner unnachahmlichen Art und trug so zum Abschluss noch einmal maßgeblich zum Sieg bei. Unmittelbar nach dieser Glanztat war dann Schluss und der Jubel kannte keine Grenzen mehr.
Seit drei Jahren standen wir bei diesem Turnier jetzt hintereinander im Finale, die letzten beiden konnten wir sogar gewinnen und damit den Wanderpokal erneut zurück nach Glinde nehmen. Respekt, Jungs.
Fazit:
Spielerisch haben wir eine gute Leistung gezeigt und unseren Titel meiner Meinung nach verdient verteidigt. Man merkt aber schon, dass wir eine lange Saison mit vielen Spielen und Turnieren hinter uns haben. Die Sommerpause kommt gerade richtig und ist absolut notwendig.
19.06.2011 Teilnahme am Sommerturnier des TSV Preetz
Heute fuhren wir in die Nähe von Plön, um an einem Turnier des TSV Preetz teil zu nehmen.
Leider stand das Turnier wettertechnisch unter einem ungünstigen Stern. Die Anreise konnten wir zwar noch im Trockenen hinter uns bringen, aber kurz nach dem unser Pavillon aufgebaut war, fing es an zu sauen. Dies sollte sich bis zum Ende des Turniers leider nicht mehr ändern.
Vielleicht hatte das Wetter aber aucheinfach nur keine Lust mehr, jeden Spieltag ein weiteres Kind aus unserer Mannschaft gehen zu sehen. Heute hatte nämlich Leandro seinen letzten Auftritt in unserer Truppe. Mit Leandro geht ein Urgestein der Mannschaft. Seit fünf Jahren immer mit vollem Einsatz dabei wird er uns in Zukunft fehlen und das nicht nur als Fußballer sondern in besonderen Maße als unser Freund.
Das sportliche des Tages ist schnell erzählt.
Einem souveränen Auftaktsieg folgten zwei mehr als mäßige Spiele, von denen wir eines völlig unnötig verloren und das andere mehr als glücklich unentschieden gestalten konnten.
Danach machten wir dann Leandro für den Rest des Tages zum Trainer, damit er wenigstens etwas Gutes aus seinem letzten Tag ziehen konnte. Und siehe da, von nun an lief es besser. Einem 4:0 Sieg folgte ein 0:0 der besseren Art gegen den späteren Turniersieger. Hätten wir unsere Großchance unmittelbar vor Abpfiff des Spiels nutzen können, wäre sogar der erste Platz noch möglich gewesen. So kamen wir im letzten Spiel noch zu einem weitern Sieg und konnten das Turnier doch zufrieden stellend als Dritter beenden.
Leid tun konnten einem an diesem Tag aber die Veranstalter, die sich alle Mühe gegeben haben, ein schönes Turnier zu veranstalten. Aber so ist das, wenn das Wetter nicht mitspielt, kannst Du nichts machen. Zum Glück ist niemand ertrunken.
Man konnte aus den genannten Gründen auch keine Gespräche mit anderen Trainern oder Eltern führen, was bestimmt sehr interessant gewesen wäre. Aber jeder war bemüht, sich irgendwo ein trockenes Plätzchen zu suchen, um zu verhindern, dass ihm Kiemen wachsen.
Sollten wir im nächsten Jahr wieder eingeladen werden, haben wir alle vielleicht mehr Glück.
Fazit:
Aus den o.G. Gründen verzichte ich auf eine Bewertung des sportlichen Auftritts.
Wir haben eine gute Feldsaison gespielt. Nachdem wir jetzt alle Abgänge verabschiedet haben, schauen wir wieder positiv in die Zukunft und können uns mit Beginn der Herbstsaison wieder auf das Sportliche konzentrieren.
Bis dahin wünsche ich allen Jungs, den Eltern und Geschwistern und den Freunden der Mannschaft schöne, erholsame Ferien.
12.06.2011 6. Stadtwerkecup in Lübeck
Bereits zum dritten Mal in Folge machten wir uns in diesem Jahr auf, um am Stadtwerkecup des SC Buntekuh Lübeck teil zu nehmen.
Wie in den Jahren zuvor, haben die Verantwortlichen des SCB ein sehr schönes, perfekt organisiertes Turnier veranstaltet.
Einziges Manko für uns war, wie bereits im Vorjahr der Modus in den Gruppenspielen, wonach aus den vier Vorrundengruppen nur der jeweilige Erste überhaupt noch die Gelegenheit hat, weiter um den Turniersieg mit zu spielen.
Dieser Modus erlaubt es leider keiner Mannschaft, einen Ausrutscher in den Gruppenspielen wieder wett zu machen, weshalb wir nach Erreichen des 2. Platzes in unserer Gruppe nur noch um die Plätze 5 – 8 mitspielen konnten.
Ein Viertelfinale unter den jeweils zwei Gruppenersten wäre hier vielleicht die bessere Lösung.
Wir gewannen drei unserer Spiele, konnten ein Unentschieden erzielen und verloren dann ein Spiel unglücklich. Die dabei gezeigte spielerische Leistung war sehr ansprechend.
Was aber nicht zu nachzuvollziehen ist, war der mentale Einbruch im Spiel gegen Grande-Kuddewörde. Nach dem wir das Spiel zu Beginn absolut im Griff hatten, fingen wir uns mit dem ersten Torschuss des Gegners das 0:1 ein. Gut, so etwas passiert ja beim Fußball nun einmal. Die Diskussionen auf dem Spielfeld im Anschluss, sowie das Verhalten in den zwei Minuten danach gehen allerdings gar nicht. Darüber werden wir sprechen müssen. Genauso, wie über das Spiel gegen den VfB Lübeck, welches wir fast ohne Gegenwehr abschenkten.
Das es auch anders geht zeigten die Jungs dann im letzten Spiel, gegen die zweite Vertretung des Gastgebers, welches wir auch in der Höhe völlig verdient mit 4:0 für uns entscheiden konnten.
Fazit:
Spielerisch guter Auftritt. Allerdings wäre mit mehr Herz und Willen wieder einmal deutlich mehr drin gewesen. Meiner Meinung nach haben wir uns deutlich unter Wert verkauft.
Ich habe keine Mannschaft gesehen, die überragend und damit unschlagbar gewesen wäre.
04. und 05.06.2011 Intersport-Cup in Schwarzenbek
An diesem Wochenende luden die Tiger aus Schwarzenbek und die Breitenfelder Fußballhelden zum zweiten Mal zur Austragung des Intersport-Cups auf dem Sportplatz in Schwarzenbek ein.
Da es sich bei dieser Veranstaltung aber gleichzeitig auch um den letzten Auftritt von Flipper und Dardan im Glinder Trikot handelte, war die Vorfreude meinerseits getrübt.
Die Beiden verlassen uns leider in Richtung Vorwärts/Wacker.
Nun aber zum Sportlichen:
Der erste Blick in die Turnierunterlagen konnte meine Laune auch nicht gerade aufbessern.
Folgende Gegner wurden uns zugelost: VfL Lüneburg, Grün-Weiß Harburg, TSV Kropp usw., alles Mannschaften aus dem „obersten Regal“.
Als ich dann auch noch feststellen musste, dass wir alle Partien der Gruppenphase auf dem unteren „Kartoffelacker“ spielen würden, hatte ich meinen Autoschlüssel schon wieder in der Hand. Aber aufgeben gilt ja nicht.
An dieser Stelle trotzdem mal ein Verbesserungsvorschlag (ist aber auch der Einzige) an den Veranstalter: Ich glaube schon, dass es zumutbar ist, während der Gruppenphase die Plätze zu wechseln, so dass jede Mannschaft jeweils drei Spiele auf den unteren Plätzen und drei auf den oberen Plätzen spielen müsste. Die Mannschaften, die unten spielen mussten würden das mit Sicherheit unterschreiben. Gepflegter Fußball mit kontrolliertem Passspiel ist „unten“ nun wirklich unmöglich.
Die Partien im Einzelnen:
Gleich im ersten Spiel stellten wir eindrucksvoll unter Beweis, dass wir keine Mannschaft für kurze Spielzeiten sind. Die ersten 5 Minuten wurden wie fast immer verschlafen. Erst allmählich kamen wir besser in das Spiel und konnten dann auch endlich mit 1:0 in Führung gehen. Von den Lüneburger kam danach nicht mehr viel, so dass wir das Spiel nach Hause schaukeln konnten.
Glinde jetzt einmal anders. Kein Abtasten, kein Anlauf, Spielkontrolle von Anfang an. Wir gingen dann auch folgerichtig in Führung. Ein sehr unglückliches Missverständnis führte dann allerdings zum Ausgleich aus heiterem Himmel. Dadurch verunsichert ließen wir uns sogar noch durch einen Konter überrumpeln. 1:2, Punkte weg und keiner wußte so genau warum.
Wieder einmal ging es gegen unseren alten Rivalen aus Harburg. In einem kampfbetonten Spiel gingen die Harburger duch unseren „Lieblingsspieler“ mit der Nummer 7 in Führung.
Dem Treffer ging allerdings ein Ellenbogencheck gegen Dessi voraus, den der Schiri leider nicht bemerkte. Eindrucksvoll war dann allerdings die Reaktion der Truppe, die nie aufsteckte und durch zwei sehenswerte Treffer das Spiel noch drehen konnte, so dass wir noch zu einem völlig verdienten 2:1 Sieg kamen.
Stark und konzentriert angefangen, aber wieder einmal mehrere gute Chancen nicht genutzt.
Zum Ende hin haben wir dann aber unerklärlicherweise so stark nachgelassen, dass wir dass Spiel auch noch hätten verlieren können. Das dem nicht so kam, war auch der Verdienst von Lukas, der den wieder abwesenden Freddi im Tor wie immer absolut verlässlich vertrat.
Gegen einen sich tapfer wehrenden Gegner kamen wir zu einem ungefährdeten 2:0 Sieg.
In diesem Spiel trafen wir auf einen sehr starken Gegner. Trotzdem konnten wir zur Mitte des Spiels mit 1:0 in Führung gehen. Leider schenkten wir dem Gegner kurz vor Schluss noch den Ausgleich, so dass diese Partie mit einem Remis endete.
Fazit des ersten Tages:
Fehlten uns im letzten Jahr noch zwei Tore zum Einzug in die Viertelfinalrunde, war es dieses Jahr ein Punkt. Leider haben wir uns dieses Ergebnis aber selbst zu zuschreiben. Durch zwei Nachlässigkeiten haben wir, völlig ohne Not fünf Punkte liegen gelassen.
Wer dieses Spiel gesehen hat, wird verstehen, warum ich mich in der Einleitung so lange über den Platz ausgelassen habe. Auf dem oberen Geläuf spielten wir in den ersten sieben Minuten hervorragend Fußball und konnten mit 3:0 in Führung gehen. Bedingt durch mehrere taktische Umstellungen konnte der SC durch einen 9-Meter lediglich den Ehrentreffer erzielen.
In einer von beiden Seiten spielerisch guten Partie konnten wir zwei Treffer erzielen und kamen danach nicht mehr in Gefahr, dass Spiel aus der Hand zu geben.
Zum Abschluss ging es gegen die Jungs von Thomas und Mike. Nach unserem gemeinsamen Kinobesuch hatte ich insgeheim die Befürchtung, dass meine Spieler ihre Gegner zu sehr als „Kumpel“ betrachten würden. Leider wurde ich in den Anfangsminuten genau darin bestätigt.
Kein Herz, kein Wille, kein Einsatz. Barsbüttel in den Anfangsminuten mit mehreren Chancen, um verdient in Führung zu gehen.
Nach einigen Umstellungen änderte sich aber dann das Bild und wir kamen zu mehreren Chancen, darunter eine der Marke „der kann gar nicht nicht reingehen“.
Der BSV hatte dem jetzt nur noch eine Freistosschance entgegenzusetzen, die der Ersatzersatztorwart Steven aber hervorragend parierte.
So trennten wir uns schiedlich friedlich mit einem (dem wievielten eigentlich) 0:0.
Zwei sehr gute Spiele, bei denen es wirklich Spaß gemacht hat zu zuschauen und eines, dass wir nach verschlafener Anfangsphase noch gut beenden konnten.
Nachdem wir in der Vorrunde leider an uns selbst gescheitert sind, konnten wir am zweiten Tag das Maximum, nämlich Platz 9 in der Endabrechnung, herausholen.
Mit fünf Siegen, drei Unentschieden bei nur einer Niederlage haben wir ein gutes Turnier gespielt. Gerade die spielerische Leistung am zweiten Tag war sehr erfreulich.
28.05.2011 Punktspiel gegen Walddörfer SV
Im letzten Saisonspiel (hierzu später mehr) trafen wir heute auf die 5. E des Walddörfer SV.
Die Mannschaft hatte am letzten Wochenende die ersten drei Punkte einfahren können, die ihr aber im Laufe der Woche durch Rückzug des betreffenden Gegners wieder aberkannt wurden.
In einem spielerisch ansehnlichen Spiel konnten wir einen ungefährdeten 5:1 Erfolg einfahren. Hochachtung aber vor den Walddörfern, die in Ihrer kämpferischen Leistung während der gesamten Spielzeit nicht nachließen und auch noch das eine oder andere Tor erzielen hätten können.
Damit sind wir auch beim Thema. Wir erspielten uns wieder eine Vielzahl an Chancen, von denen wir aber wieder nur ein Drittel nutzen konnten.
Ca. 10 Mal schossen wir dem, zugegebenermaßen guten Torwart des Gegners den Ball auf den Bauch oder auf die Fäuste, so dass sich dieser eigentlich kaum bewegen musste.
Fazit:
Läuferisch und spielerisch gute Partie der Mannschaft. Über die Qualität (???) beim Torabschluss hüllen wir den Mantel des Schweigens.
Nun noch ein paar Worte zu unserer Staffel:
Eigentlich als 10er Gruppe eingeteilt, beendeten wir die Saison mit lediglich 7 Teams.
Bereits vor dem 1. Spieltag verließ der Duvenstedter SV die Staffel, um in einer niedrigeren eingruppiert zu werden. Ob dies auf eigenen Wunsch geschah oder vom Verband entschieden wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.
Eine Kompensation fand in jedem Fall nicht statt.
Als nächstes trat die Mannschaft des SC Europa bereits am ersten Spieltag (zu Hause!) nicht an und wurde dann ganz zurück genommen.
Zu guter Letzt wurden dann am 23.05.2011 alle Ergebnisse des SV Wilhelmsburg aus der Wertung genommen. Kombiniere: die Mannschaft wurde zurückgezogen und das bei noch einem verbleibenden Saisonspiel (gegen uns). Vielen Dank dafür.
Bleibt für uns zu hoffen, dass wir in der Zukunft nicht mehr mit solchen Vereinen in eine Gruppe geschmissen werden, weil die Jungs ja letztendlich in der Woche trainieren, um am Wochenende zu spielen. Die ständigen Freundschaftsspiele werden der Mannschaft als Ersatz auch nicht mehr lange ausreichen.
21.05.2011 Punktspiel gegen Grün-Weiß Harburg
Wie in den drei Frühjahresrunden zuvor mussten wir auch dieses Mal wieder in Harburg antreten.
Das Spiel war eigentlich wie immer, nämlich ständig auf des Messers Schneide, nur das Ergebnis von 1:1, also ein Unentschieden hatten wir bisher noch nicht.
Wir kamen zu Beginn des Spiels bei warmen Wetter auf einem der besten Fußballplätze die ich kenne sehr gut in die Partie.
Bereits nach zwei Minuten hatten wir zwei 100%-ige Chancen, die wir leider nicht nutzen konnten.
Danach neutralisierten sich beide Mannschaften über weite Strecken, bis Freddi in einer 1:1 Situation super reagierte und die Chance damit vereiteln konnte. Kurz vor der Halbzeit gelang uns dann der Treffer zum 1:0.
Zu Beginn der zweiten Hälfte vergaben wir wieder eine, allerdings sehr sehenswert heraus gespielte Großchance. Danach standen wir etwas tiefer, weil Grün-Weiß nun auch mehr Druck machte. Bis auf einen Kopfball nach einer Ecke sprang dabei allerdings nichts Nennenswertes heraus.
Kurz vor Schluss mussten wir dann allerdings doch noch den Ausgleichstreffer hinnehmen.
Dieser fiel nach einer, allerdings sehr zweifelhaften Freistossentscheidung. Der Ball wurde zu allem Unglück von der Mauer noch unhaltbar abgefälscht, so dass unser Torwart dabei keine Chance mehr hatte, ihn zu parieren.
Wir konnten uns dann noch eine weitere gute Möglichkeit erspielen, die wir aber nicht nutzten.
Insofern blieb uns nach dem Spiel nichts anderes übrig, als Siggi und seinen Jungs zur verdienten Meisterschaft zu gratulieren.
Fazit:
Ein klasse Spiel unserer Jungs hinsichtlich Einsatz- und Kampfeswillen. Allerdings haben wir es auch fast zu keiner Phase des Spiels geschafft, unserer spielerischen Fähigkeiten zu zeigen. Gegen einen so zweikampfstarken Gegner ist es eben nicht clever, viel mit dem Ball zu laufen. Angesagt war hier schnelles und direktes Spiel wie in den letzten Partien gezeigt.
Hier muss die Mannschaft noch lernen, sich auf verschiedene Gegner einzustellen.
Unsere Chancen, den Meistertitel zu erringen sind nach dieser Partie fast gleich null, allerdings sind wir für diesen Umstand selbst verantwortlich.
Wir haben die Meisterschaft nämlich nicht heute verspielt, sondern, wie ich bereits damals befürchtet hatte, bei unserem grausamen ersten Auftritt beim TSC Wellingsbüttel.
14.05.2011 Punktspiel gegen DuWo 08
Mit einem 19:1 aus dem letzten Spiel gegen den SV Wilhelmsburg und dementsprechend breiter Brust im Gepäck trat unser Gegner heute gegen uns an.
Obwohl wir dadurch vorgewarnt waren, konnte einem in den ersten 15 Minuten des Spiels nur Angst und Bange werden. Es gab nur eine Mannschaft, die das Spiel machte und sich Torchancen erspielte, und das waren nicht die Glinder Jungs.
So konnten wir uns in dieser Phase bei unseren „auf mich ist immer Verlass" Ersatztorwart Lukas bedanken, dass wir nicht bereits hoffnungslos ins Hintertreffen gerieten.
Drei bis vier 100 %ige Torchancen vereitelte der „beste zweite Torwart der Welt“ in dieser Zeit.
Nachdem wir den ersten Sturmlauf dann aber überstanden hatten, bekamen wir das Spiel immer besser in den Griff. Die ersten Torchancen ließen dann nicht mehr lange auf sich warten, wurden aber leider nicht genutzt. So ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause.
Nach dem Wiederanpfiff war die Mannschaft dann von Anfang an heiß auf das Spiel.
Konnten in den ersten Minuten noch zwei Ecken des Gegners noch schadlos überstanden werden, ging anschließend die Post in die andere Richtung ab.
Wir spielten uns dann teilweise sehenswert Chancen heraus. Nach dem 1:0 erfolgte dann die Initialzündung und wir konnten noch drei weitere Tore zum Endstand von 4:0 erzielen.
Das Ergebnis ist im Endeffekt zu hoch ausgefallen und gibt nicht wieder, dass wir heute auf einen wirklich guten Gegner getroffen sind, zeigt aber auch das wir während eines Spiels in der Lage sind, uns aus längeren Schwächeperioden zu befreien.
Fazit:
Wertvoller Sieg gegen eine guten Gegner mit sehr sympathischen Trainern, die trotz der für sie bitteren Niederlagen noch in der Lage waren, unsere Jungs zu loben. So soll der Umgang miteinander laufen.
Entgegen meiner sonstigen Art, einzelne Spieler nach der Partie zu bewerten, möchte ich heute aber doch einmal zu jedem einzelnen Spieler etwas schreiben.
Deshalb hier das Spielerzeugnis:
Ersatztorwart??? Jede andere Mannschaft wäre froh, Dich als ersten Mann zwischen den Pfosten zu haben. Hat durch mehrere unglaubliche Paraden in der Anfangszeit verhindert, das wir uneinholbar in Rückstand gerieten.
Gibt es einen besseren Mannschaftspieler? Nach dem (nur für dieses Spiel) gescheiterten Experiment in der Offensive kommt der Junge nach seiner Auswechselung auf mich zu und sagt, er spielt „wohl lieber wieder hinten“. Dort dann wieder die „Bank von England“. Super Stellungsspiel, im Zweikampf nicht zu überwinden, geniale Spieleröffnung. In den nächsten Spielen wirst Du dann immer wieder mal weiter vorne spielen, dass Potential dafür ist auf jeden Fall da.
Leider angeschlagen ins Spiel gegangen ( Magen-Darm ). Trotz dieser Hypothek sehr lauf- und spielstark und eminent wichtig für die Truppe. Wenn Du alles mit 100% machst (Du weißt was ich meine ) ein Gewinn für jede Mannschaft.
Du bist schnell??? Ich bin schneller!!! Speedy Gonzalez hat auch heute wieder gezeigt, wie wichtig er für uns ist. Ich habe in meiner fünf jährigen Trainerzeit immer noch kein Kind gesehen, das Dessi nicht abläuft. Dabei immer fair, mit gutem Auge für den Nebenmann. Weltklasse die Einzellleistung zum 1:0.
Unser Zauberer. Ich wünschte, ich hätte irgendwann eimal das mit dem Ball gekonnt, was Du jetzt bereits drauf hast. Manchmal noch früher spielen, dann hole ich Dich mit dem Bollerwagen von überall zurück. Es macht immer Spaß, Dir zuzuschauen.
Der Leader. Kaum auf dem Platz, weiß jedes Kind was es zu tun hat. Unheimliche Antizipation, geniale Übersicht, Fußballer durch und durch. Fällt mir schwer, Dich gehen zu lassen.
Das war erst Dein drittes Punktspiel? Und das Erste im defensiven Bereich? Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass das nicht sein kann. Unheimliche Zweikampfquote ( pro Erik ), super Aufbauspiel. Durch und durch ein gelungener Auftritt.
So langsam müssen wir überlegen, ob wir Deine Fußballschuhe nicht aus der Mannschaftskasse bezahlen. Bei der Laufleistung braucht man eigentlich alle drei Pflichtspiele neues Schuhwerk. Dabei immer unerbittlich im Zweikampf und nach vorne scharf wie eine Rasierklinge.
Mein Sohn halt, die Leistung müssen andere beurteilen. Trotz des Trainers:
Bisher nicht im Verein gespielt? Bisher nicht trainiert? Na dann freue ich mich auf das Kommende. Erst rund 6 Wochen dabei, aber schon voll drin.
08.05.2011 Freundschaftsspiel beim STV Artlenburg
Heute trafen wir zur Vorbereitung auf den zweiten Saisonabschnitt auf eine 2000er Truppe aus dem niedersächsischen Fußballverband.
Damit verbunden waren einige Regeländerungen. So war das Spielfeld wesentlich kleiner als wir es gewohnt sind und wir spielten, zumindest in der ersten Halbzeit mit Abseits. Außerdem durften Torabschläge nicht über die Mittellinie erfolgen.
Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, in der die körperlich starken und im Zweikampf sehr robust zu Werke gehenden Artlenburger uns bereits zwei Dinger einschenkten, bekamen wir das Spiel immer besser in den Griff. Bereits zur Pause hatten wir zum 2:2 ausgleichen können.
Nach der Pause setzten die Jungs die Anweisungen noch besser um. Die Artlenburger waren jetzt chancenlos und wir konnten 6 (oder doch 7? ) weitere Treffer erzielen. Unnötig zu erwähnen, dass weitaus mehr Tore im Bereich des Möglichen lagen.
Kurz vor Schluss verkürzten die Gastgeber durch einen sehenswert heraus gespielten Treffer noch auf 3:8.
Fazit:
Auf dem kleinen Platz konnten wir nach anfänglichen Schwierigkeiten dann doch unser Spiel aufziehen. In einigen Phasen müssen die Bälle allerdings noch schneller und vor allem genauer gespielt werden.
Im Großen und Ganzen war das aber eine gute Leistung und ein guter Test für das nächste Spiel gegen DuWo 08. Sollten wir dieses Spiel gewinnen, könnte es am 21.05.2011 gegen Grün-Weiß Harburg zum großen Showdown kommen, in dem es für uns wahrscheinlich schon um den Staffelmeistertitel gehen wird.
17.04.2011 Punktspiel gegen den Bramfelder SV
An diesem Tag trafen wir auf die 4. E des Bramfelder SV. Da wir gegen diese Mannschaft noch nie gespielt hatten, wussten wir nichts über Stärken und Schwächen des Gegners.
Als das Spiel lief, wurde aber sehr schnell klar, dass es sich um eine körperlich starke und spielerisch gute Mannschaft handeln sollte, die uns alles abverlangen würde.
Die Jungs gingen deshalb auch sofort sehr konzentriert zu Werke. Nach einer kurzen Anlaufphase lief der Ball immer besser durch die eigenen Reihen und wir spielten uns schnell die ersten sehr guten Chancen heraus. Die Bramfelder kombinierten gefällig bis zu unserem Strafraum, wo sie aber meistens durch sehr guten läuferischen und kämpferischen Einsatz gestoppt werden konnten. Kam der Ball dann doch irgendwie einmal durch, war wie immer auf unseren Torwart verlass.
Nach ca. 15 Minuten gingen wir dann verdient mit 1:0 in Führung. Diese Führung bauten wir dann bis zum Halbzeitpfiff noch um ein weiteres Tor auf 2:0 aus.
In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild dann kaum. Wir erspielten uns noch eine Vielzahl von sehr guten Einschussmöglichkeiten, konnten aber lediglich auf 3:0 erhöhen. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff sorgte dann eine Unachtsamkeit nach einem eigenen Eckball für das, allerdings sehr sehenswert herausgespielte Ehrentor der Bramfelder.
Fazit:
Sehr guter Auftritt aller beteiligten Jungs. Ein Spiel, welches mit Herz und Willen aber auch spielerischer Klasse geführt wurde.
Besonders hervorheben möchte ich aber die Jungs, die defensiv gespielt haben. Obwohl alle mit nach hinten gearbeitet haben, war es ihr Verdienst, dass die offensiv wirklich starken Bramfelder kaum zu echten Torchancen gekommen sind und wir einen, im Endeffekt ungefährdeten Sieg einfahren konnten.
09.04.2011 Freundschaftsspiel gegen den Escheburger SV
An diesem schönen Sonnentag trafen wir auf unsere Bekannten aus Escheburg. Mit Werner hatte ich vorher vereinbart, dass wir auf 9er Feld, sprich von 16er zu 16er spielen wollen, so wie es ab dem 01.07.2011 für die jungen D-Junioren umgesetzt wird.
Der ESV hat bei den Hamburger Hallenmeisterschaften den 6. Platz von 238 teilnehmenden Mannschaften belegt und darf sich somit als Hamburger Vizepokalsieger bezeichnen. Außerdem konnte die Mannschaft Ihr eigenes Hallenturnier am 05.03. vor so namhaften Truppen wie dem HSV, FC St. Pauli, Hansa Rostock, Lichterfelder FC, Arminia Hannover usw. gewinnen.
Unnötig zu erwähnen, dass die Mannschaft bereits seit zwei Jahren im älteren Jahrgang eine sehr gute Rolle spielt.
Insofern hätte es niemanden verwundert, wenn wir bei diesem Testspiel böse unter die Räder gekommen wären.
Aber es entwickelte sich tatsächlich ein Spiel auf Augenhöhe, welches insgesamt verdient mit 3:3 endete.
Spielerisch war das dargebotene von beiden Seiten teilweise sehr ansehnlich und wir hatten endlich einmal die Möglichkeit, in einem Spiel alle Jungs einzusetzen.
Dies nutzten wir dann auch zur Genüge, so dass alle Spieler auf ihre Einsatzzeit kamen.
Alles in allem war das ein sehr schönes Spiel in dem die Jungs beider Mannschaften zeigten, dass Ihnen die Umstellung auf das größere Feld keine Probleme bereiten wird.
Fazit: Tolles Spiel zweier guter Mannschaften, gerne jederzeit wieder.
Wer mehr über den ESV erfahren möchte, kann über den Link www.esv-2001.de.tl zur Seite der 2001er gelangen.
Dort wird u.a. auch beschrieben, dass die Escheburger z.Zt. die Möglichkeit haben, 20.000 € von Voltaren zu gewinnen.
Wer Interesse hat, einen Verein aus dem Bereich des Hamburger Fußballverbandes bei dieser einmaligen Gelegenheit zu unterstützen, kann jeden Tag unter der Webadresse www.vereinsretter.de für unsere Freunde voten. Bitte tut diese reichlich.
02.04.2011 Punktspiel gegen den Oststeinbeker SV
Samstag vormittag, strahlend blauer Himmel, 20° C und dann noch ein Lokalduell gegen den Ortsnachbarn, Fußballherz was willst Du mehr?
Nach dem desaströsen Auftritt in der Vorwoche waren die Jungs heiß auf das Spiel. Dies hat man dann auch sofort gemerkt. Der Ball lief von Anfang an gut durch unsere Reihen. Folgerichtig kamen wir zu den ersten Chancen und gingen verdientermaßen bis zur Pause mit 3:0 in Führung. Diese hätte allerdings auch noch höher ausfallen können,
Nach der Pause konnte der OSV durch einen Fernschuss auf 1:3 verkürzen. Allerdings stellten wir den alten Abstand innerhalb von 2 Minuten wieder her.
Wir zogen dann auf 6:1 davon, bis den Oststeinbekern kurz vor Schluss der zweite Ehrentreffer gelang.
Fazit: Das war vom ersten bis zum letzten Spieler ein ganz starker Auftritt. Herz, Willen, Laufbereitschaft, alles war an der oberen Grenze. An diesem Tag hat das Zuschauen richtig Spaß gemacht.
Eigentlich wollte ich hier jetzt noch einige Worte über den Übungsleiter des OSV verlieren, dass ist mir aber ehrlich gesagt die Mühe nicht wert. Ich werde in der nächsten Zeit das Video, welches wir vom Spiel gedreht haben in Passagen veröffentlichen, da kann sich dann jeder sein eigenes Bild machen. Bedanken möchte ich mich aber bei den Oststeinbeker Eltern, die sich für das Verhalten des Trainers entschuldigt haben.
26.03 2011 Punktspiel beim TSC Wellingsbüttel
1:2 verloren, völlig verdient, hätte auch höher ausfallen können. Absolut unerklärliche Leistung der gesamten Mannschaft. Bericht Ende.
05.03.2011 Hallenmasters bei der JSG Roddau
An diesem Samstag fuhren wir zu unserem letzten Hallenauftritt für diese Saison nach Winsen.
Gespielt wurde mit zehn Mannschaften in zwei Fünfergruppen, von denen sich die beiden jeweiligen Gruppenersten für das Halbfinale qualifizieren konnte. Erstmals in dieser Hallensaison waren die Umstände die gleichen wie in der Vorwoche. Fünf Feldspieler, ein Torwart, eine Seite Bande, großer Ball, so dass wir uns endlich einmal nicht umstellen mussten.
Im ersten Gruppenspiel trafen wir auf die Mannschaft von Este 06/70. Dieses Spiel konnten wir mit 4:0 für uns entscheiden.
Anschließend trafen wir auf den TSV Gellersen. In diesem Spiel holte uns unsere Schwäche im Abschluss wieder ein. Trotz bester Gelegenheiten trafen wir das Tor nicht und die alte Weisheit, dass so etwas bestraft wird, traf dann auch ein. Gellersen eroberte nach einem Zweikampf den Ball, schoss einmal auf unser Tor... und traf. Somit verloren wir diese Begegnung mit 0:1.
Das folgende Spiel gegen den DSC Hanseat konnten wir dann wieder mit 2:0 für uns entscheiden.
Im letzten Gruppenspiel trafen wir dann auf den VFL Lüneburg, der in der Vorwoche bei den Hallenkreismeisterschaften des Landkreises Lüneburg den 1. und 2. Platz erobert hatte.
In diesem Spiel zeigten wir eine ansprechende Leistung und endlich Mal die notwendige Konsequenz vor dem Tor. So gewannen wir verdient mit 3:0.
Damit hatten wir das Halbfinale aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem TSV Gellersen erreicht.
Hier trafen wir auf unsere Bekannten des Farmsener TV. In dieser Partie haben unsere Jungs dann wieder ihr zweites Gesicht gezeigt. Keine Spannung, keine Dynamik, kein Willen. Das war von vorne bis hinten nichts. Nach einer Fehlerkette, die nach einem Ballverlust an der Mittellinie begann, gerieten wir unglücklich in Rückstand. Trotz dieser unerklärlichen Leistung hatten wir wieder mehrere gute bis sehr gute Möglichkeiten das Spiel zu drehen, sollten aber letztendlich keinen Treffer mehr erzielen.
Somit blieb uns das Spiel um den dritten Platz, in dem wir auf den TSV Uetersen trafen.
Hier verloren wir, trotz spielerischer Überlegenheit aufgrund mehrerer katastrophaler individueller Fehler mit 0:2. Auch in diesem Spiel schafften wir es wieder nicht, aus einer Vielzahl von Großchancen einen Treffer zu erzielen. Zwar waren einige unserer Eltern der Meinung, dass der Ball die Linie des gegnerischen Tores in zwei Fällen überschritten hatte, aber da der Schiedsrichter das anders sah, war dass reine Makulatur.
Fazit:
Gute Vorrunde, mit einigen spielerischen Höhepunkten. Ab dem Halbfinale stand dann eine andere Mannschaft auf dem Platz. Es scheint so, dass ich die Jungs vor jeder einzelnen Partie heiß machen muss. Wenn ich das einmal unterlasse, so wie vor den beiden letzten Spielen, weil ich dachte um den Turniersieg spielen zu können ist Anreiz genug, ist in der Mannschaft überhaupt keine Eigenmotivation zu erkennen. Da muss und werde ich mir etwas einfallen lassen. Dafür, dass wir schon seit mehreren Wochen nicht mehr in der Halle trainieren, wir die Vorstellung aber im großen und ganzen in Ordnung.
So, jetzt noch ein paar Worte, die mit dem sportlichen Teil des Tages nichts zu tun haben:
Beim Surfen im Internet bin ich am Sonntag auf einen Turnierbericht des Trainerteams des VfL Lüneburg gestoßen (hier nachzulesen: http://www.aunda-fussballteam.de/forum/viewtopic.php?f=58&t=233 ). Als ich diesen Bericht las, war ich erschrocken über zwei der dort angesprochenen Themen. Da das dort Geschilderte aber weder mich, noch meine Jungs etwas anging, habe ich mir dann allerdings erst einmal keine weiteren Gedanken gemacht.
Irgendwie ging mir die Sache aber den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf und ich studierte den Bericht am gestrigen Abend ein zweites Mal und entschloss mich darauf hin, doch einmal eine Meinung zu äußern.
Folgende Passagen möchte ich dabei ansprechen:
Der Autor berichtet davon, dass die VfL’er an diesem Tag keine Lose ziehen konnten, da deren Anbieter dieselben im Vorjahr in Pokalnot (???) brachte und somit nicht vertrauenswürdig wäre und es nicht klar sei was er in seinem Lostopf hätte. Die Krönung des ganzen ist dann die fast vollständige Angabe der Webadresse.
Unglaublich, wie kann man so etwas Gedankenloses und Unverantwortliches schreiben?! Es interessiert mich dabei gar nicht, ob und wo hier Fehler gemacht wurden sind (übrigens: wo gehobelt wird, fallen Späne), aber hier wird eine ganze Firma in Misskredit gebracht, ohne ihr die Möglichkeit einzuräumen, ihre eigene Sichtweise des Vorfalls zu schildern.
Hier zur Erklärung, warum ich so allergisch auf diese unbewiesenen Vorwürfe reagiere: Während der letzten Jahre haben wir mit besagter Firma drei eigene Turniere durchgeführt und sie auf Grund der sehr guten Erfahrungen an mehrere Jugendmannschaften unseres Vereins weitervermittelt. Von allen gab es im Anschluss positive Feedbacks.
Insofern sollte man sich der Konsequenzen bewusst sein, die diese einseitige Berichterstattung mit sich bringen kann.
Der zweite Punkt, den ich ansprechen möchte, ist der, dass sich der Veranstalter über die angeblich so arroganten VfL-Trainer aufregten. Hier wird die ganze JSG Roddau beschuldigt. Es wird weder dargestellt, von wem diese angebliche Äußerung kam, noch in welchem Zusammenhang sie gefallen sein soll. So wie ich alle Offiziellen der JSG Roddau kennen gelernt habe, nämlich sympathisch, offen und ehrlich, kann ich mir nicht vorstellen, dass es sich dabei, wenn überhaupt, um eine ernst gemeinte Aussage gehandelt hat. Wieder wird irgendein unbewiesener Vorwurf in den Raum gestellt.
Meines Erachtens kann es sich dabei (hoffentlich) nur um jugendlichen Leichtsinn des Autors handeln.
Insgesamt sollte man sich der Verantwortung, die eine solche Berichterstattung mit sich bringt, bewusst sein.
Der interessierte Leser wird festgestellt haben, dass ich bis hierhin auch nur einseitig argumentiere. Um es aber besser zu machen, würde ich eine Stellungnahme des Autors direkt unter diesen Bericht unzensiert veröffentlichen.
27.02.2011 Turniersieg bei der JSG ACN
An diesem Sonntag traten wir zum vorletzten Hallenevent dieser Saison bei Willi und seinen Jungs von der JSG ACN an.
Gespielt wurde im Modus jeder gegen jeden. Bei sechs teilnehmenden Mannschaften mussten die Jungs also fünf mal zwölf Minuten ran.
Im ersten Spiel trafen wir auf den SCVM. Trotz drückender Überlegenheit erzielten wir nur drei Tore. Das ganze Spiel fand fast ausschließlich in der Hälfte des Gegners statt. Schnell wurde klar, dass es auch gegen andere Mannschaften schwer werden würde, heute viele Tore zu erzielen, weil mittlerweile bei einer Spieleranzahl von 5 Feldspielern kaum noch Raum für flüssige Kombinationen bleibt.
Im nächsten Spiel gegen den Turnierveranstalter ging es dann auch dementsprechend weiter. Ungezählte, allerdings bis dahin sehr gut heraus gespielte Torchancen wurden nicht genutzt. Wenigstens wurde zweimal das Runde ins Eckige befördert, so dass wir das Spiel mit 2:0 für uns entscheiden konnten
Im dritten Spiel trafen wir auf den Duvenstedter SV. Mit dieser Mannschaft werden wir uns auch während der Frühjahrssaison auseinander setzen müssen. Aus früheren Begegnungen wussten wir, dass es sich bei den Duvenstedtern um eine spielstarke Mannschaft handelt, die sich kontinuierlich weiter entwickelt. Insofern war bereits vor dem Spiel klar, dass es hier schon um den Turniersieg geht.
Die Partie endete dann auch leistungsgerecht 0:0. Ab sofort waren sich alle Beteiligten der Tatsache bewusst, dass das Torverhältnis über den Turniersieg entscheiden würde.
Nach diesem Spiel trafen wir auf unsere Ortsnachbarn von FC Voran Ohe. In dieser Partie machten wir unser bestes Turnierspiel und da uns die Oher endlich einmal etwas Platz ließen, gewannen wir folgerichtig mit 5:0.
Im letzten Spiel gegen den den DSC Hanseat ging es darum, noch etwas für das Torverhältnis zu tun, um den Turniersieg abzusichern. Allerdings holten uns hier wieder unsere Probleme bei der Chancenverwertung ein. Zahlreiche Möglichkeiten wurden teilweise grob fahrlässig vergeben. Zu drei Treffern langte es allerdings, so dass die Partie mit 3:0 für uns ausging.
Da die Duvenstedter bei Punktgleichheit weniger Tore erzielt hatten reichte es für uns trotzdem für den Turniersieg.
Als Fazit bleibt zu ziehen, dass wir spielerisch nur teilweise überzeugen konnten. Es ist aber auch mittlerweile so, dass die Mannschaftsstärken von 5+1 in der Halle keinen guten Kombinationsfußball mehr zulassen.
Dazu kommt unser altes Problem beim Torabschluss. In diesem Turnier haben wir 13 Tore erzielt, es hätten aber mindestens doppelt so viele sein müssen. In der Hallenmeisterschaft sind wir bereits an dieser Schwäche gescheitert.
Trotz einer Vielzahl von Chancen in fast jedem Spiel haben wir dort in 24 Spielen nur 20 Tore erzielt.
Mittlerweile brauchen wir mindestens fünf Chancen für ein Tor, häufig sogar noch mehr. Bleibt nur zu hoffen, dass wir dieses Problem schnell in den Griff bekommen.
Am 05.03.2011 geht es nun zum letzten Hallenturnier zur JSG Roddau. Danach beginnt dann endlich die von den Jungs herbei gesehnte Freiluftsaison.
Pokalrunde beim SC Sternschanze
Bevor ich den folgenden Bericht geschrieben habe, musste ich lange darüber nachdenken, wie ich die Geschehnisse vom Samstag Mittag schildern soll.
Ich habe mich dann für einen zweiteiligen Bericht entschieden, indem ich erst über die Hauptakteure des Tages, nämlich die Kinder und im zweiten Teil über die unheimliche Begegnung mit Trainern und Eltern des SC Sternschanze schreibe.
1. Das Pokalspiel
Als wir den Platz betraten und sahen wie sich die 3. E des Gegner aufwärmte musste einem Angst und Bange werden. Nicht nur, dass der Kapitän mit der Nummer 2 die gleiche Größe wie mein 16-jähriger Co-Trainer hatte, sondern auch der Rest der Mannschaft hätte bei uns zu den Größten gehört.
Außerdem konnte man bereits jetzt erkennen, dass alle diese Kinder auch schon super Fußball spielen konnten.
So kam es dann auch, dass wir uns in den ersten Minuten des Spiels kaum einmal aus der eigenen Hälfte befreien konnten. Chancen für den Gegner gab es allerdings auch nur sehr selten und wenn, dann durch Weitschüsse.
Bereits jetzt fiel aber auf, dass die Taktik und der Spielaufbau des SC Sternschanze nur darauf aufbaute, den 2er, der hinten mittig spielte mit dem Ball über das Spielfeld jagen zu lassen so weit es geht. Erst Abpraller oder nach Zweikämpfen herumflippernde Bälle durften dann durch die übrigen Spieler bearbeitet werden. Eigentlich schade, wenn man bedenkt, dass es sich auch bei den restlichen Jungs um fußballerisch sehr hoch veranlagte Kinder handelte.
Aber so ist das nun einmal, wenn für die Leitung einer Mannschaft Menschen verantwortlich sind, denen Ergebnisse vor Ausbildung der Kinder gehen.
Für mich wäre es undenkbar, 10 Kinder für ein Spiel aufzustellen, um dann 90% der Spielzeit drei von diesen Kindern nicht einzuwechseln.
So konnten wir uns nach kurzer Zeit auf das Spiel einstellen und unsererseits einige Chancen herausspielen. Der Ball lief dabei trotz des ungewohnten Untergrundes und der extrem kleinen Spielfläche teilweise hervorragend durch die eigenen Reihen.
Das 0:1 fiel dann leider wie aus dem Nichts. Nach einer eigentlich bereits geklärten Situation an der Strafraumgrenze, vertändelten wir völlig unnötig den Ball und luden den Gegner damit, allein stehend vor Freddi, zum Torschuss ein.
Kurz darauf erhielten wir einen Freistoss, weil ein Spieler des SC Sternschanze zum dritten Mal innerhalb von 5 Minuten ein völlig unnötiges und darüber hinaus auch noch hinterhältiges Foul an einem unserer Jungs beging. Zu diesem Spieler möchte ich einmal folgendes sagen: wie kann man in einem solchen Alter schon ständig solche absichtlichen Fouls begehen und sich anschließend als Unschuldslamm präsentieren. Um zu unterstreichen, dass meine Darstellung nicht übertrieben ist, muss ich noch erwähnen, dass der Schiedsrichter dem Spieler androhte, ihn bei der nächsten Szene für das restliche Spiel auszuschließen (was dann zwar nicht geschah, aber dazu später mehr).
Ganz besonders bedauerlich ist dieses Verhalten aus meiner Sicht, da es sich bei dem Jungen eigentlich um einen Granatenfußballer handelt. Bei mir allerdings hätte er bereits nach dem zweiten Foul den Weg unter die Dusche angetreten.
Den zugesprochenen Freistoß schlug Leandro dann vor das Tor des Gegners, von wo aus er aber von der Nummer 2 Volley über das ganze Feld vor unser Tor geprügelt wurde. Hier wartete dann der Spieler, der das Foul begangen hatte (!!!) alleine vor Freddie und vollendete gekonnt mit einem Heber zum 2:0.
Aber auch dadurch ließen sich unsere Jungs nicht aus dem Konzept bringen. Wir erspielten uns eine Vielzahl von Chancen, die wir wie gewohnt liegen ließen.
Flipper alleine vor dem Torwart – angeschossen
Marvin alleine vor dem Torwart – daneben
Dardan auf den völlig frei vor dem Tor stehenden Hendrik – gerade noch abgefälscht
Dardan alleine vor dem Torwart – gehalten
Marvin direkt nach einer Ecke – an den Pfosten
Hendrik mit dem Kopf nach einer Ecke – Millimeter vorbei
Hätte es zu diesem Zeitpunkt 2:2 oder 3:2 für uns gestanden, hätte sich Sternschanze bestimmt nicht beschweren dürfen, da von Ihnen außer ein paar weiterer Fernschüsse nichts kam.
Kurz vor der Halbzeit bekamen wir dann nach einem Foul im Strafraum einen Neunmeter zugesprochen, den Leandro souverän und eiskalt verwandelte. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir noch nicht ahnen, dass es sich dabei um die letzte bedeutende Entscheidung des Schiris zu unseren Gunsten handelte.
Somit ging es mit 1:2 in die Pause.
Unmittelbar nach der Pause hatte dann Dessi nach einem Alleingang frei vor dem gegnerischen Torwart die Chance auf 2:2 zu stellen. Aber auch dieser Versuch scheiterte. Danach verpasste es Marvin nach einem sehenswerten Alleingang, quer auf den völlig frei vor dem Tor stehenden Dardan zu passen. So oder so ähnlich ging es dann weiter, bis der 2er zu einem unwiderstehlichen Solo über den ganzen Platz ansetzte. Hierbei ließ er sich durch keinen Störversuch unserer Spieler beeindrucken und zog aus ca. 16 Metern vor dem Tor ab. Der Ball prallte an die Latte und danach auf den Kopf des 2ers, der diesen geistesgegenwärtig und mit starker Übersicht über den noch am Boden liegenden Freddi zum 1:3 ins Tor köpfte. Das war wirklich eine überragende Einzelleistung.
Aber auch dadurch ließen sich die Jungs nicht Ihren Siegeswillen nehmen. Kurze Zeit später bekamen wir ca. 16 Metern vor dem Tor des Gegners einen Freistoß wegen absichtlichen Handspiels zugesprochen.
Diesen zimmerte Steven direkt in den Winkel – Anschlusstreffer zum 2:3, wir sind wieder im Spiel – dachten zumindest alle.
Der Schiri entschied sich jetzt nämlich dafür, eigentlich einen indirekten Freistoss verhängt zu haben. Das dies durch das Regelwerk nicht vorgesehen ist, er es weder ansagte, noch wie vorgeschrieben, durch das Heben des linken Arms angezeigte, war ihm egal. Treffer annulliert, weiter geht es.
Jetzt häuften sich die spielentscheidenen Pfiffe gegen uns. Zuerst bekommt Leandro von dem bereits oben genannten Spieler im Laufduell einen Ellenbogen in den Nacken geknallt. Damit der Schiri diesen Jungen jetzt nicht, wie angekündigt des Feldes verweisen muss, wird eben auf normale Zweikampfführung entschieden. Weiter also mit Einwurf für Sternschanze. Problem für uns war nur, dass ich Leandro verletzt vom Feld führen musste und wir somit nur mit fünf Feldspielern auf dem Platz standen.
Das war für den Schiri und den Gegner aber keine erwähnenswerte Situation, so dass der Ball schnell freigegeben wurde und der Gegner versuchte den Vorteil für sich zu nutzen. Zu unserem Glück passierte das nicht. Trotzdem Dank für soviel Sportsgeist.
Ca. zwei Minuten legte sich dann ein Spieler von Sternschanze den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand kurz zurecht. Eigentlich ein klarer Strafstoss, nur nicht in diesem Fall: „Keine Absicht, weiterspielen“, hörte man es fröhlich vom Platz schallen.
Gegen soviel Widerstand kamen wir dann leider nicht mehr an und verloren das Spiel letztendlich mit 1:4.
Trotzdem, Kopf hoch Jungs. Gegen so einen starken Gegner spielerisch so überlegen zu agieren und das trotz des immensen körperlichen Nachteils, ist schon super. Hätten wir nicht, wie immer alle unsere Chancen verballert, wäre heute sogar das Weiterkommen möglich gewesen.
Bevor ich auf einige Sachen, die sich am vergangenen Sonnabend zugetragen haben eingehe, möchte ich klarstellen, dass sich die Schilderung auf zwei Einzelpersonen des SC Sternschanze beschränkt. Soweit ich von gegenüberliegenden Spielfeldrand aus die Sache beurteilen konnte, hat sich das Gros der Eltern des SC Sternschanze zwar engagiert, aber trotzdem fair verhalten.
Des weiteren möchte ich voraus schicken, dass auch wir (Trainer und Eltern des TSV Glinde) nicht frei von Fehlern sind und in der Hitze des Geschehens manchmal Äußerungen fallen, die nicht so gemeint sind.
Was aber gar nicht geht, ist das es am Spielfeldrand zu körperlichen Übergriffen und persönlichen Beleidigungen kommt.
Um nicht noch mehr Öl in das Feuer zu gießen, werde ich die beiden Protagonisten des SC Sternschanze im folgenden mit den Pseudonymen „Zwerg Nase“ und „Pöbelliese“ belegen.
Wie genau es zu der folgenden Situation kam, kann ich nicht genau sagen. Im Laufe der zweiten Halbzeit stand Zwerg Nase mit einem Mal mit dem Rücken zum Spielfeld, Auge in Auge zum Vater eines unserer Jungen (eigentlich nicht wirklich Auge in Auge, denn dafür fehlten ihm dann doch 12 – 15 cm).
Urplötzlich wischte dann Zwerg Nase aber mit der Hand über das Kinn des betreffenden Vaters, um ihm dann noch die Baseballkappe vom Kopf zu reißen und diese über den seitlich hinter den beiden befindlichen Zaun zu schmeißen (hierfür übrigens meine Hochachtung, von so weit unten war das eine beachtliche Leistung).
Hierzu folgende Anmerkungen meinerseits:
Zuerst möchte ich mich beim Vater meines Jungen für die gezeigte Beherrschung bedanken. In einer solchen Situation die Nerven zu behalten und nicht ebenfalls auszuflippen war absolut richtig und auch notwendig. Es hätte diesem Vater wohl keiner verdenken können, wenn er Zwerg Nase liebevoll umarmt und auf das Heftigste gedrückt hätte. Zum Glück ist es dazu nicht gekommen.
Zu Zwerg Nase folgendes:
Wäre ich Angehöriger oder Offizieller des Vereins SC Sternschanze, dürftest Du seit diesem Zeitpunkt kein Amt mehr ausüben. Die Jacke mit dem Vereinsnamen dürftest Du, wenn überhaupt noch höchstens auf Links gedreht tragen.
Das man als Trainer mal lauter wird, sich auch einmal mit dem Schiedsrichter fetzt (sollte eigentlich nicht vorkommen, passiert mir aber leider auch, wenn auch sehr selten), kann ja mal passieren, aber sich mit Eltern von gegnerischen Teams verbal zu streiten und sich dann auch noch zu Handgreiflichkeiten hinreißen zu lassen geht überhaupt nicht.
Mir tun die Kinder leid, über die Du in der Zukunft die Aufsicht hast.
Aber, keine Angst, es ging ja noch weiter.
Nachdem Zwerg Nase nach dieser Aktion des Spielfeldes verwiesen wurde, musste er an unserem, ebenfalls bereits des Feldes verwiesenen Co-Trainer vorbei. Diesem wurde dann mal soeben ebenfalls Schläge angedroht. Zum Glück blieb es in diesem Falle bei der Androhung.
Eigentlich wäre es jetzt an der Zeit gewesen, sich wieder auf die Hauptdarsteller des Mittags zu konzentrieren, nämlich auf die Fußball spielenden Kinder beider Mannschaften.
Das aber wollte Pöbelliese nicht mitmachen. Wie der Teufel aus der Kiste stand sie mit einem Mal hinter einer unserer Mütter und teilte dieser Dinge mit, die sie eigentlich gar nicht wissen wollte.
Wenigstens haben wir durch Liese erfahren, dass wir alles nur asoziales Pack aus Glinde wären. Ich hatte allerdings asuziales Pack verstanden, was aber auch an der hohen Sprechgeschwindigkeit und der Vielzahl an Wassertropfen gelegen haben mag, die zusammen mit den Sprechlauten Liesels Mund verließen.
Pöbelliesel teilte uns dann auch noch mit, dass wir es gar nicht verdient hätten, im schönen Sternschanzenpark zu spielen, weil das eigentlich nur Leute wie sie dürften???
Na gut, dann wissen wir das jetzt auch. Trotzdem sollte sie diese Fakten auch einmal dem Hamburger Fußballverband mitteilen. Die kennen diesen Sachverhalt anscheinend gar nicht.
Kurz danach fielen Liesel aber keine weiteren Beleidigungen mehr ein und sie begab sich schnurstracks zu.......Zwerg Nase.
Wer hätte das gedacht, die beiden gehören anscheinend zusammen.
Da sage ich den beiden Mal eine rosarote Zukunft voraus, es warten schließlich Unmengen von Leuten darauf geschlagen und beleidigt zu werden.
Abschließend möchte ich aber auch sagen, dass sich die Gemüter nach Spielschluss wieder einigermaßen beruhigt hatte und es zu keinen weiteren Vorkommnissen kam.
Alle Beteiligten sollten sich aber noch einmal vor Augen halten, worum es uns an diesem Tag eigentlich ging.
Nämlich um Kinder, die Fußball spielen wollen.
Sportliche Ambitionen, die sicherlich beide Mannschaften berechtigterweise haben, hin oder her, wer während des Spiels mal auf die Kinder geachtet hat, der hat gemerkt, dass die mit diesen Umständen überhaupt nichts anfangen konnten und somit die eigentlich Leidtragenden der ganzen Sache waren.